Verbandsliga: Spitzen Leistung im Spitzenspiel

Die erste Männermannschaft von Altona 93 hat den letzten Spieltag vor der Weihnachtspause mit vier Punkten sehr erfolgreich gestaltet. Gegen den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer der Volleyball-Verbandsliga, den Oststeinbeker SV II, verloren die Altonaer in eigener Halle zwar knapp mit 2:3, holten aber als erstes Team überhaupt in dieser Saison gegen diesen Gegner einen Zähler. Danach folgte ein souveräner 3:0-Erfolg gegen den ambitionierten Aufsteiger VG Finkenwerder. Mann des Spieltages war Neuzugang Mohamed Alizade, der über Außen gleich volle Verantwortung übernahm und von beiden Gegnern kaum zu halten war.

Altonaer FC von 1893 – Oststeinbeker SV II 2:3 (25:27, 25:18, 25:23, 21:25, 11:15). Das Spitzenspiel hielt, was es im Vorfeld versprach: Es gab tolle Ballwechsel, großen Angriffsdruck auf beiden Seiten und am Ende gewann die OSV-Reserve glücklich, weil Altona sowohl im ersten als auch im vierten Durchgang jeweils zum Satzende einen Vorsprung aus der Hand gab. Doch der Reihe nach:

Tabellenführer Oststeinbek II gelang der bessere Start. Die Gäste führten schnell mit 10:7, ehe Altona beim 13:13 wieder auf Augenhöhe war und schließlich auf 21:18 davonzog. Der Vorsprung reichte aber nicht, weil die AFC-Männer in der entscheidenden Schlussphase sechs vermeidbare Fehler produzierten und den Satz noch knapp mit 25:27 aus der Hand gaben. Im zweiten Satz folgte aber die richtige Reaktion: Altona dominierte vom Start weg das Geschehen und setzte den Gegner immer wieder mit guten Aufschlägen unter Druck. Auch im Angriff und in der Abwehr lief es rund, so dass die Gäste beim 9:3 und 13:4 für Altona bereits ihre beiden Auszeiten aufgebraucht hatten. Doch die Oststeinbeker gaben sich nicht auf, kämpften sich auf 15:20 heran, verloren aber schließlich mit 18:25.

Starke Leistung auf Diagonal: Lukas Lüning

Im dritten Satz dominierte Altona erneut das Geschehen, führte bereits mit 9:5 und 20:15. Dann wurde es nochmal spannend, weil den AFC-Männern in der Endphase ein wenig die Nerven flatterten. Satz drei und damit der erste Punkt des Tages ging dennoch an den AFC – 25:23. Mit dem Willen, die vollen drei Punkte einzufahren, starteten die Altonaer dann in den vierten Satz. Wieder führte Altona vermeintlich komfortabel mit 15:11 und 19:14. Doch die Oststeinbeker erwiesen sich als überaus hartnäckig, nutzten die Fehler der Hallenherren konsequent aus und erzwangen durch einen 25:21-Erfolg den Tiebreak.

Hier schenkten die AFC-Männer den Gästen eine Führung, denn beim Stand von 8:4 für die OSV-Reserve hatten die Altonaer bereits vier Angaben ins Netz oder ins Aus geschlagen. Das war zu viel, um gegen den Tabellenführer bestehen zu können. Deshalb ging auch der fünfte Satz mit 15:11 an die weiterhin ungeschlagene OSV-Zweite. Schade, da war definitiv mehr drin. Trotzdem waren alle zufrieden, gegen den stärksten Gegner die beste Saisonleistung abgerufen zu haben.

Altonaer FC von 1893 – VG Finkenwerder 3:0 (25:20, 25:22, 25:17). Nach der kräftezehrenden Leistung im ersten Spiel gingen die AFC-Männer mit einer leicht veränderten Startaufstellung ins Rückspiel gegen den Aufsteiger. Trotzdem führte Altona schnell mit 9:4 und 15:11 und holte sich den ersten Satz sicher mit 25:20. Die junge Mannschaft aus Finkenwerder zeigte zwar einige gute Ansätze, konnte das Spiel aber nur im zweiten Satz kurzzeitig offen halten. Nach dem 7:7 führten die Gäste kurzzeitig mit 12:10, doch dann wurde Mohamed Alizade eingewechselt und plötzlich lief es beim AFC wieder besser. Finkenwerder blieb zwar dran, hatte diesmal aber erneut mit 22:25 das Nachsehen. Die Gegenwehr des Gegners war damit gebrochen, denn im dritten Satz spielte nur noch der AFC. Nach einer 11:7-Führung kam Finkenwerder zwar nochmal auf 13:11 heran, in der Folge zogen die Männer aus Altona aber uneinholbar davon und machten mit dem 25:17 schließlich den Deckel auf eine weitestgehend einseitige Partie.

Altonaer FC von 1893: Michael Kreuzer, Stefan Kazmaier, Marc Oltmann, Martin Lobmeyer, Nikolai Fuchs, Marcel Staatz, Lukas Lüning, Malte Munder, Maximilian Prokscha, Mohamed Alizade, Christian Buchholz, Kersten Fock.